1. Netto-Preise und individuelle Preisstaffeln

Im B2B-Bereich ist die Anzeige von Bruttopreisen oft kontraproduktiv. Firmenkunden kalkulieren intern mit Nettowerten. Ein Shop, der nur Bruttopreise ausgibt, zwingt den Einkäufer zur manuellen Umrechnung. Das erhöht die Abbruchrate signifikant. Eine professionelle automatisierte Multichannel-Versandsoftware sollte hier bereits die Basis für die korrekte Preisausgabe legen.

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Praxis-Tipp: Implementieren Sie eine dynamische Umschaltung der Preisanzeige basierend auf dem Login-Status des Kunden. Gast-Nutzer sehen Bruttopreise, verifizierte Firmenkunden sehen sofort ihre individuellen Nettopreise.

Individuelle Preisstaffeln sind das Herzstück des B2B-Handels. Standard-Shops bieten oft nur einfache Mengenrabatte. Echte B2B-Anforderungen verlangen jedoch kundenspezifische Konditionen, die direkt aus dem Vertrag abgeleitet werden. Ohne eine saubere Anbindung an die Stammdatenverwaltung entstehen hier schnell Fehler bei der Rechnungsstellung.

2. UST-ID Validierung und E-Rechnungs-Pflicht

Die steuerliche Korrektheit ist im grenzüberschreitenden B2B-Handel essenziell. Die Validierung der Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (UST-ID) muss in Echtzeit gegen das VIES-System der EU erfolgen. Geschieht dies nicht, drohen bei innergemeinschaftlichen Lieferungen hohe Steuernachzahlungen.

AnforderungStandard-ShopB2B-Portal
UST-ID PrüfungManuell/FehleranfälligAutomatisiert via API
RechnungsformatPDF (statisch)XRechnung / ZUGFeRD
PreisbasisBruttoNetto

Seit dem 1. Januar 2025 gilt in Deutschland die E-Rechnungspflicht für B2B-Umsätze. Unternehmen müssen in der Lage sein, Rechnungen im strukturierten Format (XRechnung oder ZUGFeRD) zu empfangen und zu versenden. Ein Shop, der nur ein einfaches PDF generiert, erfüllt diese gesetzliche Anforderung gemäß § 14 UStG nicht mehr ausreichend.

Rechtlicher Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und stellt keine Rechtsberatung oder Steuerberatung dar. Für eine rechtssichere Umsetzung wenden Sie sich bitte an einen qualifizierten Rechtsanwalt oder Steuerberater.

3. Rollenverwaltung und Einkaufsprozesse

Ein Firmenkunde ist selten eine einzelne Person. In der Regel gibt es Einkäufer, Freigabeberechtigte und Administratoren. Ein Standard-Shop kennt meist nur den 'Kunden'. Das führt dazu, dass Passwörter geteilt werden, was ein massives Sicherheitsrisiko darstellt.

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Rollen-Definition

Zuweisung von Rechten wie 'Bestellberechtigt' oder 'Nur Warenkorb-Vorbereitung'.

2
Freigabeprozess

Bestellungen müssen durch einen Vorgesetzten im Portal freigegeben werden.

Wenn Sie Unterstützung bei der technischen Umsetzung solcher komplexen Strukturen benötigen, können Sie gerne ein kostenloses Erstgespräch vereinbaren. Die Abbildung von Einkaufshierarchien reduziert den administrativen Aufwand für Ihre Kunden und steigert die Kundenbindung nachhaltig.

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